Die angekündigte Schließung des GSK-Impfstoffwerks ist ein schwerer Schlag für Dresden und insbesondere für die rund 650 Beschäftigten und ihre Familien. Für die CDU Dresden ist klar: Es muss jetzt mit aller Kraft nach einer tragfähigen Zukunft für den Standort gesucht werden.
„Wir können nicht einerseits über Versorgungssicherheit und eine größere Unabhängigkeit Europas bei wichtigen Arzneimitteln sprechen und andererseits bestehende Produktionskapazitäten, jahrzehntelanges Know-how und hochqualifizierte Arbeitsplätze verlieren. Impfstoffe sind keine beliebige Ware. Deutschland und Europa brauchen eigene Produktionskapazitäten“, erklärt Ingo Flemming MdL, Kreisvorsitzender der CDU Dresden.
Dazu der Dresdner Landtagsabgeordnete Frank Kromer MdL: „Das Serumwerk von GSK hat eine 115 Jahre währende Tradition. An ihrem Beginn stand eine Initiative von Karl August Linger zur Impfstoffproduktion in Dresden. Als Konzern mit einem milliardenschweren Umsatz trägt GlaxoSmithKline Verantwortung für Standort und Beschäftigte. Dazu gehört eine ernsthafte Suche nach Alternativen zu einer Werksschließung. Diese Suche fordern wir ein.“
Dresden steht seit mehr als 100 Jahren für Impfstoffproduktion. Heute arbeiten am Standort rund 650 Menschen. Der hier produzierte saisonale Grippeimpfstoff wird in rund 70 Länder geliefert. GSK verfügt in Deutschland mit Dresden und Marburg über zwei Impfstoffproduktionsstandorte.
Flemming MdL fordert deshalb, alle Möglichkeiten für den Erhalt des Standortes zu prüfen: „Es darf jetzt keine Denkverbote geben. Ob andere Impfstoffe, neue pharmazeutische Produkte, zusätzliche Produktionslinien oder gegebenenfalls ein anderer Betreiber – alle Optionen gehören auf den Tisch. Stadt, Freistaat, Bund und europäische Ebene müssen gemeinsam mit dem Unternehmen und den Beschäftigten nach einer Lösung suchen.“
Zugleich zeigt die angekündigte Schließung aus Sicht der CDU Dresden, wie wichtig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für industrielle Produktion in Deutschland sind. Energiepreise, Bürokratie und langwierige Verfahren dürfen nicht dazu führen, dass hochqualifizierte industrielle Arbeitsplätze und strategisch wichtige Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert werden.
Flemming MdL abschließend: „Unsere Solidarität gilt den Beschäftigten und ihren Familien. Sie brauchen jetzt vor allem Klarheit. Dresden verfügt über Fachkräfte, Erfahrung und international anerkanntes pharmazeutisches Know-how. Dieses Potenzial dürfen wir nicht leichtfertig aufgeben. Unser Ziel muss sein: Impfstoff- und Pharmaproduktion am Standort Dresden erhalten und eine langfristige industrielle Perspektive schaffen.“